Future History 2.10
Frühling 1999

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Journal CoverLieber Leser,

In diesem Jahrhundert haben wir das mechanistische, mechanische Bild des Universums so weit geführt, wie es nur möglich ist. Gewiss haben wir uns technologisch entwickelt, aber haben wir uns auch in unserem Denken entwickelt? Und das, was wir uns erworben haben, ist es bleibend? Unsere mächtigen Waffen erinnern uns an die alten historischen Texte mit den Beschreibungen der Waffe Brahmas und an die Prosa der Mythen mit ihrer flüssigen Sprache, die sich Phrasen und Ideen über grenzenlose Massenvernichtung bedient.

Je mehr wir uns dem neuen Jahrtausend nähern, sehen wir aber auch das Hervortreten einer ganz anderen Art zu denken, in welcher die Erde zunehmend als ganzheitlicher Organismus verstanden wird, anstatt als mechanischer Körper. Dieser lebendige Organismus besitzt eine Sensitivität, die es ihm erlaubt, eine breite Vielfalt von Leben zu unterstützen, und wir lernen, dass der Reichtum, den wir daraus erschaffen, vernünftig geteilt werden muss. Zur selben Zeit, da wir uns der Empfindlichkeit unserer Biosphäre bewusst werden, werden wir auch sensibler für andere Lebensformen, sowohl sichtbare als auch unsichtbare, denn wir treten in die Erkenntnis, dass wir alle miteinander verbunden sind, nicht im Sinne einer Auflösung, sondern in der Teilnahme an der Unendlichkeit. Letztlich müssen wir uns selbst als die neue Evolution sehen, die nicht nur mit dem Planeten Erde verwachsen ist, sondern mit dem ganzen Kosmos als einer lebendigen Supernatur und den Logos allen Lebens. Diejenigen, die glauben, dass der Aufstieg die Bestimmung für die menschliche Rasse ist, haben auch die Verpflichtung, Methoden und Programme zu fördern, die die Beschleunigung der Transformation der Menschheit in ein neues kosmisches Programm ermuntern werden.

Die "befreite Seele" gehorcht schliesslich ohne Zwang den Gesetzen des Wissens, mit einer grossen Liebe und mit der Freude an der Erkenntnis der unteilbaren Einheit. Die "Stationen des Kreuzweges" wollen uns an die höchsten Wahrheiten unseres Lebens erinnern, da wir uns der göttlichen Supernatur entgegenbewegen. Ob wir nun die Wahrheit im esoterischen Christentum, in der selbstverwirklichten Kaballah oder in östlicher Mystik suchen, wenn wir nur beständig suchen, werden wir entdecken, wie wir jene reine Seele entfalten können, die nicht durch belanglose Konventionen und Eigenschaften des gewöhnlichen menschlichen Lebens gebunden werden kann. Die Seele kann nicht länger enge Regeln befolgen oder grossen Aufwand betreiben, um die Dualitäten der niederen Natur zu befrieden, die sie nur dazu führen, in ihrer Lebensspur zu wanken. Stattdessen wird sich die Seele ihrer Göttlichen Essenz bewusst und lernt, in neuen Erfahrungshorizonten tätig zu werden. Das ist die Reise der Seele, die sich auf ihren eigenen Aufstieg vorbereitet, der letztendlich stattfinden muss aufgrund der absoluten Einheit der Schöpfung. Und obwohl diese Göttliche Erfahrung den entscheidenden Schritt darstellt, ist sie nicht der Seele letzter Ruheort in dem, was Christus als des Vaters Haus der vielen Wohnungen bezeichnete.
 

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Seite zuletzt bearbeitet am 12/10/07